Wie so viele mag ich auch meine Meinungs kundtun.
Vorweg sei angemerkt, das es klar Leute gibt die neues/anderes erst einmal grundlegend ablehnen (wie bereits mehrfach erwähnt). Der Mensch ist ein Gewohnheitstier...
Zu dem Rückzug an sich kann man jedoch mehrere Thesen aufstellen.
1. Mangelnde Adminkompetenz
2. Zu große gegenwähr der Mitarbeiter (meiner Meinung nach Kündigungsgrund)
3. War von vonherein nur Show um evtl bessere Konditionen beim Lizenzkauf zu erhalten.
Ich bin in der Automobilbranche tätig, bei welcher Daimler gerade KOMPLETT auf ein anderes System umgestellt hat. Viele sagen das der Neue besser Golf spielen konnte, ich denke eher, das der Alte mal etwas druck spüren soll. Dieser Tat in den Vergangen Jahren herzlich wenig für die Kunden, außer teurer zu werden...

Zur umstellung an sich sei wie mehrmals genannt zu bemängeln, dass eine Selfmade-Version genutzt werden sollte. Nunja kann gut sein, muss aber nicht. Wie heißts so schön - Mache so viel wie nötig, doch so wenig wie möglich!

Auf Anwenderseite muss ich sagen das ich es nicht nachvollziehen kann.
Zum Thema Office:
Ich mag Libreoffice (ehemals OpenOffice) - es funktioniert und nutze es seither fast ausschließlich.
Die Umstellung zwischen Office < 2007 und Libreoffice liegt bei ca. 20%. Nutzt man keine Seitenvorlagen dann bei ca. 10%.
Jaa die Seitenformate stellt man logischerweise unter FORMAT->Seite dar und nicht dort wo jeder NICHT logisch denkende Mensch sucht - nämlich Datei-> Seite einrichten, aber nun ehrlich, IST DAS EIN PROBLEM?!
Gegendarstellung Office < 2007 auf >= 2007. Meisterleistung von Microsoft... Abgesehen das man auf heutigen Breitbildmonitoren kaum noch etwas vom Dokument sieht findet man auch nichts wieder.
Ich darf von mir behaupten, dass ich ein angehobenes Allgemeinwissen der EDV und Anwendungsnutzung aufweisen kann. Sich in die neue Oberfläche einzuarbeiten war aber sehr mühsehlig! Die logische aufteilung Fehlte oft (Thema Seitenformate bei alten Versionen wurde perfekt weiter geflegt...). Zudem war oftmals mehr Klickarbeit nötig um benötigte Funktion zu erhalten ( z.b. Bildeigenschaften - Erst auf den toll leuchtenden Botton um die gewünschen eigenschaften zu erhalten, dafür sind durchgängig zig Symbole im Sichbereich die deaktiviert sind... MS - da müsst ihr dringend nachbessern. Immerhin hat LO den 600 zu 0€ Vorsprung)
Über diverse Fehler die mir in normaler Nutzung aufgefallen sind möchte ich erst gar nicht anfangen. Für den Preis leider eine 6- !

Offende Standarts: Dies ist wichtig! Stellt euch vor ihr müsst irgendwann ein 5000€ Spezialprogramm kaufen um eure unterlagen zu verschicken, nur weil entsprechende gegenstelle nur deren properitäres Format kann. Außerdem kann man nicht einfach diverse nutzer ausschließen, nur weil sie nicht Programm XY nutzen. Und auch JA ms will nun (oder hat schon?) sein neues opem xml-format standardisieren lassen, aber wofür, wenn es schon ein (sogar auf xml basiertes) gibt! Dieses Thema wird oftmals fälschlicherweise vernachlässigt bzw. ganz ignoriert. Schaut euch heutige Internet-Seiten an... Würde es kein Standart geben gehts nur im IE (furchtbar...) und was würden die Mac/Linux user machen, oder die, die ein wenig mehr Sicherheit fordern! Denk darüber nach.

Thunderbird mit Ligthning(?) kann auch Outlook ersetzen, falls nicht jeder nen Diensthandy hat, welches Syncronisiert werden will (, oder gibt es dafür vll auch eine Extension, wer weiß).

Linux - ja der Böse Pinguin, der nur mit der Tastatur bedient werden kann. Kein Buntes Vista/7 Theme... Leider ist dies heutzutage noch immer anzutreffen. Allerdings sei angemerkt, das so mache Dinge die ach so viele an Vista/7 gut finden erst in (oftmals) KDE (ein Linux-Desktop) einzug erhalten haben. Es gibt auch ein Startmenü mit Programmen und auch einen Desktop.
Angesichts der vielfalt an diversen Programmen und dem unbrechbaren Reiz immer ein anderes Hintergrundbild zu haben kann ich dennoch bestätigen, das ein einfacher Büromensch (außer für das Hintergrundbild minimal) nicht ein bisschen umdenken muss.
Firefox (schuldige - wir sind nicht für Sicherheit und Standarts, also IE und am besten Version kleiner 9) bleibt (ja auch das Symbol) und LibreOffice sieht dann unter Windows Zuhause und Linux aufer Arbeit gleich aus.
2. Wie bereits erwähnt stellt das Mono-Projekt bis dato eine (für die Basics) ausrechende Grundlage dar! Auch WinForms wurden meines Wissenstandes nach implementiert (korrigiert mich wenn doch nicht). Klar fehlen gewisse Features. Auch ich Programmiere für Windows mit .net (VB) da es einst meine einsteigersprache darstellte und gewiss "gut geht". Heutzutage wird aber zunehmend auf Cross-Platform-Compiling geachtet, .net ist somit nur eine Masche gewesen andere erneut auszugrenzen. Die Basics wurden allesamt von Java geklaut. Erst mit .net fw 3 war mal was neues meine ich... Zudem sei engemerkt das die bedeutung Dynamischer Sprachen (Python) stetig ansteigt. Die geschwindigkeit steht der c# (fast) nichts nach (JS ist derzeit schnellste dynamische Sprache). C# nutzt ja auch "nur" ne JIT. Die Klassenbibliothek ist toll gebe ich zu, da sollten die anderen Sprachen sich ein vorbild nehmen. Z.B. Gewünschte zusatzklassen direkt von Zentralem Repositorie nachladen. Selbstständige suchen ergeben oft zig ergenisse für die gleiche funktion - UNNÖTIG (ein großes Problem bei c++ wie ich finde). Zentral ist da besser! Nur sei angemerkt das 90% nicht genutzt werden und dennoch von .net 1 bis .net 4 (trotz geringer Festplattenpreise) stetig mehr Platz einnimmt. Ich nutze noch immer größtenteils die .net 2 Features! Und auch .net Kapselt "nur" die Widgets von Windows. Andere Sprachen können die gleichen tollen Fenster im neuen Stiel erzeugen. Nun aber genug dazu!

Netzwerk:

Nicht zu vergessen sei, das viele Server unter Linux laufen. Somit könnte man alles auf eine Distribution umstellen. Keine Lizenzkosten für Clients. Ja max 10 User bei windows, sonst Server-Version mit pro Client-Lizenz! Wir haben deshalb in unserer Firma Datenserver auf Linux umgestellt. Die Desktops sind leider noch immer Windows, da unser Programm nur für Windows existiert und alternativen nicht möglich sind! Kunde gibt vor... Bei normalen Officeanwendungen aber steht nichts im wege und wurde bei uns bereits umgesetzt!

Abschließendes Fazit: Da unsere Politiker ja gerne ihr gehalt aufbessern(stichwort Vorstand und diverse Korroptions-Skandale alle Jahre wieder), denke ich hat da jemand etwas bekommen, alles andere wäre eine Farce. Umstellung steht aus meiner Sicht nichts gravierendes im Weg. Umschulung fürs neue Office werden sicherlich teurer als fürs LibreOffice und Desktop sollte nichts von nöten sein!